Die Kirche und der Friedhof von Billwerder bilden seit Jahrhunderten eine Einheit. Im Mittelpunkt der Anlage steht die Kirche, umgeben von einer abwechslungsreichen Friedhofslandschaft. Der nördliche Teil ist geprägt von altem Baumbestand, Büschen und Hecken und vermittelt eine ruhige, geschützte Atmosphäre. Der südliche Bereich öffnet sich dagegen weitläufiger und großzügiger und geht harmonisch in die Weidelandschaft der Billwerder Feldmark über.
Nördlich der Kirche befinden sich die historischen Grabstätten. Sieben Grabmale auf dem Friedhof stehen als offizielle Kulturdenkmale unter Denkmalschutz. Zu ihnen gehört auch ein besonderes Zeugnis der Billwerder Geschichte: das Grab eines Walfängers aus dem Jahr 1736.
Eine weitere bedeutende Grabstätte ist das Ehrengrab des Generals Gustav von Manstein (1805–1877). Manstein wurde als erfolgreicher Heerführer im Deutsch-Dänischen Krieg von 1864 bekannt, insbesondere durch die Erstürmung der Düppeler Schanzen in Dänemark. Auch im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 errang er bei Gravelotte und Orléans militärische Erfolge. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in Billwerder, am heutigen Billbrookdeich in Höhe der Moorfleeter Straße. Sein Gedenkgrab für wurde 37 Jahre nach seinem Tod vom Militärverein Manstein errichtet und am 5. Juli 1914, kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs, im Rahmen einer Gedächtnisfeier eingeweiht. Am Kopf des Grabes steht ein großer Findling mit einem bronzenen Bildnisrelief des Generals, seitlich begrenzt von kleineren Feldsteinen.
Eine besondere Rarität Billwerders sind die erhaltenen Reste eines Bogens aus Walkieferknochen. Da die empfindlichen Knochen durch die Witterung zunehmend gefährdet waren, wurden sie in das Innere der Kirche gebracht, wo sie heute geschützt aufbewahrt werden. Auf den ersten Blick erinnern sie an verwitterte Baumstämme. Die aus Walknochen gefertigten Torbögen gehörten ursprünglich zu Gräbern von Walfängern. Bis ins 19. Jahrhundert fuhren Schiffe von Billwerder über die Bille und die Elbe in die Nordsee und weiter bis ins Polarmeer. Die Walknochen erinnern an Fischer, die zu Lebzeiten selbst einen Wal erlegt und harpuniert hatten. Eine solche Auszeichnung war nur ihnen vorbehalten. Die Tradition solcher mit Walknochen geschmückten Gräber war auf dem Billwerder Friedhof einst mehrfach vertreten und erzählt heute von der engen Verbindung des Ortes mit der Seefahrt.
Vor der Kirche am Billwerder Billdeich erinnert ein Denkmal an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Das 1922 eingeweihte Mahnmal besteht aus einem quadratischen, mehrstufigen Aufbau auf einem runden Sockel. Auf drei Seiten sind die Namen der 99 aus Billwerder stammenden Gefallenen verzeichnet. Die Hauptseite trägt eine Gedenkinschrift.