St. Nikolaikirche Billwerder

Überblick

Die evangelisch-lutherische Kirche St. Nikolai in Hamburg-Billwerder liegt am Billwerder Billdeich und ist ein bedeutendes Kulturdenkmal mit langer Geschichte: An dieser Stelle wird schon seit dem 13. Jahrhundert eine Kirche erwähnt.

Die erste belegte Erwähnung der Kirche als eigenständige Pfarrkirche stammt aus dem Jahr 1402. Frühere Gebäude litten immer wieder unter schweren Sturmschäden. Die heutige Kirche geht auf einen Neubau von 1737 bis1739 zurück, der 1884 einen neuen Turm erhielt. Nach einem Brand 1911 wurde das Gebäude 1911 bis 1913 im Barockstil neu aufgebaut, wobei der Grundriss des alten Baus weitgehend übernommen wurde.

Die Innenausstattung ist geprägt von barocken Elementen: So sind der schwarze Marmortaufstein und die Skulptur des Heiligen Nikolaus über dem Eingang erhalten. Der heutige Altar (1913) ist ein klassischer Barock-Kanzelaltar. In der Kirche befindet sich zudem ein Epitaph für den preußischen General Gustav von Manstein.

Die ursprünglichen Bronzeglocken mussten im Ersten Weltkrieg abgegeben werden, später erhielt die Gemeinde neue Glocken, die 1986 durch heutige Bronzeglocken ersetzt wurden. Die Orgeltradition reicht bis 1627 zurück; das heutige Instrument wurde 1911 eingebaut und mehrfach erneuert bzw. renoviert.

Der Friedhof zeichnet sich durch historische Grabmale aus, darunter ein Walfängergrab von 1736, dessen Originalteile heute in der Kirche aufbewahrt werden.