Gedanken zu Ostern von Pastor Matthias Mannherz

Ein neuer Anfang, ganz neu. Ohne Vorbedingung. Der verstört, der kränkt und erzeugt Unwillen bei Vielen: Ist das Alte und Gewohnte nichts mehr wert? Worauf kann man sich da noch verlassen?

Erst dieses Chaos der Gefühle zu Palmsonntag – Jubel, Begeisterung, Kleider auf den Straßen… und schon bald verdrießliche Jünger. Unverständnis; dann Gefangennahme und Anklage, und sogar Folter und Tod am Kreuz.

Es ist manchmal kaum auszuhalten, was ich alles lernen, verstehen und erleben muss. Das ist mehr als der Häutungsvorgang einer Schlange.

Wie kann ich mich danach noch wiedererkennen?

Abschied und Neubeginn in so krasser Form, dass es kaum auszuhalten ist… das Grab ist leer – wo ist er, der mich angesehen hat? Ich bin es, den er ansah! Den er ansprach. Und ins Leben rief; immer wieder.

Im Herzen fühle ich: das Grab ist leer!

Ich hoffe, das gibt einen Sinn.

Und nun geht die Sonne auf.

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